Im Schwertransport das Unmögliche möglich machen

Wie bringt man einen Schwerguttransporter, der samt Ladegut 415 Zentimeter hoch ist, durch eine Eisenbahnunterführung mit 4,10 Meter lichter Höhe? Mit dieser Vorgabe, die anderen unlösbar erschien, sah sich das auf internationale Schwer- und Langguttransporte spezialisierte österreichische Unternehmen Sondertransporte konfrontiert. Die Antwort gleich vorweg: dank technischer Spezialausrüstung und menschlicher Meisterleistung ist es gelungen, das Unmögliche möglich zu machen.

Firmenchef Paul Gruber, Geschäftsführer der Sondertransporte GmbH mit Sitz in der Tiroler Kleinstadt Wörgl, ist es gewohnt, für knifflige Aufträge immer wieder eine Lösung parat zu haben. Sein erklärtes Unternehmensziel, Transportgut zu befördern, das für andere zu lang, zu breit, zu hoch oder zu schwer ist, macht es auch erforderlich, clever und flexibel zu agieren und mit Elan an die täglich gestellten außergewöhnlichen Kundenwünsche heranzugehen.

Doch dieser Auftrag, den er für einen Südtiroler Kesselhersteller durchführen sollte, hatte es wirklich in sich. Die Überstellung eines Tanks, ein Schwertransport mit 55 to Gesamtgewicht, der 32 m lang und 3,20 m breit war und die bereits erwähnten 4,15 m Höhe erreichte, von Kiens in Südtirol nach Vorarlberg war die Aufgabenstellung. Nicht alltäglich waren die Widrigkeiten, mit denen Paul Gruber fertigzuwerden hatte: die schmale, abschüssige Straße durch das enge Pustertal und die in einer Linkskurve liegende Eisenbahnunterführung veranlassten die A.N.A.S. zur Aussage, dass es nicht möglich sei, diesen Transport durchzuführen. Auch die italienische Polizei gab dem Vorhaben keine Chance.

Doch wie heißt es so schön? "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!" Und die tüchtigen Mitarbeiter der Wörgler Sondertransporte GmbH. wollten und fanden auch den Weg, das Problem zu lösen. Unter Einsatz eines Spezialtrailers mit Luftfederung und hydraulischer Zwangslenkung haben sie das "unmögliche Vorhaben" geschafft, Tieflader und Tank durch die um 5 cm niedrigere Eisenbahnunterführung zu lotsen. Der im Stand per Fernsteuerung nachlenkbare Trailer hat dabei eine entscheidende Rolle gespielt.

Alle anderen Probleme konnten dagegen dank der großen Erfahrung und guten Organisation des Unternehmens verhältnismäßig leicht gelöst werden: behördliche Auflagen waren zu erfüllen, in Italien mussten zwei, in Österreich ein Begleitfahrzeug den Transport assistieren usw. Letztlich hat man es sogar in der knappen Zeit von 10 Uhr vormittag bis zum nächsten Morgen geschafft, die ungewöhnliche Fracht auf der sehr schwierigen Strecke von Kiens durch das Pustertal, über den Brenner, durch das Wipptal, das Oberinntal und über den Arlberg nach Koblach in Vorarlberg zu transportieren. Und dies trotz des 7stündigen nächtlichen Fahrverbotes in Österreich. Ein überzeugender Leistungsbeweis eines österreichischen Unternehmens. 

 

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